Der Bundestag hat am 14. Dezember 2006 die Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes verabschiedet. Die Änderungen betreffen sowohl die Verwaltung von Wohnungseigentum als auch das Gerichtsverfahren.

Mit dem Gesetz werden verstärkt Mehrheitsentscheidungen der Wohnungseigentümer zugelassen. So wird künftig durch Stimmenmehrheit über die Verteilung von Betriebskosten nach Verbrauch und nicht mehr nach Miteigentumsanteilen entschieden werden können. Auch die Verteilung von Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten wird künftig durch eine qualifizierte Mehrheit und entsprechend dem Gebrauch oder der Gebrauchsmöglichkeiten verteilt werden können. Einstimmige Entscheidungen werden insoweit nicht mehr notwendig sein.

Für die Frage der Außenhaftung von Miteigentümern gegenüber Gläubigern der Eigentümergemeinschaft soll die Haftung auf den jeweiligen Miteigentumsanteil begrenzt werden.
Auf die gerichtlichen Verfahren in Wohnungseigentumssachen wird künftig die Zivilprozessordnung und nicht mehr das Gesetz über die freiwillige Gerichtsbarkeit anzuwenden sein.

Die Informationsmöglichkeiten sollen dadurch verbessert werden, dass der Verwalter zur Führung einer Beschluß-Sammlung verpflichtet wird und damit insbesondere Erwerber die Möglichkeit haben, sich umfassend über die Beschlusslage zu informieren.

Zudem soll für Hausgeldforderungen künftig ein begrenztes Vorrecht gegenüber Grundpfandrechten in der Zwangsversteigerung bestehen.

Die Neuregelungen sollen drei Monate nach ihrer Verkündung in Kraft treten. Es wird daher mit einem Inkrafttreten ab dem 1. Juni 2007 gerechnet.

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